Man muss, wenn man einen Besuch in Schleitheim macht, mit Willi Bächtold, Ortsarchivar, Museumsleiter und Vorstandsmitglied des Museumsvereins, zwar des Langen und des Breiten darüber diskutieren, ob nun Schleitheim vor oder hinter dem Randen liege. Aber das sind keine ernsthaften Streitigkeiten, solange man nur anerkennt, dass Schleitheim nicht im Randental liegt, sondern in einem eigenständigen Tal, dem Schleitheimer- oder Schleitheimer-/Beggingertal. Natürlich wussten die zwei Dutzend Mitglieder des Museumsvereins zwar, dass Schleitheim über eine ganze Reihe prachtvoller Häuser verfügt, doch wenn man dann vor ihnen steht, und Willi Bächtold den Blick auf kleine Details wie Hausinschriften lenkt und sein Wissen über die Dorfgeschichte ausbreitet, dann kommt man dann eben doch kaum aus dem Staunen heraus. Man kann sich nicht alles merken, nur dies: Viele Häuser wurden nach dem verheerenden Dorfbrand von 1747 gebaut. Wer es noch genauer wissen will, kann das Baukulturdossier Schleitheim von Naturpark und Denkmalpflege studieren – und Schleitheim auf eigene Faust gleich noch einmal besuchen. Es lohnt sich! (schi)